Finn Peters – Begeisterung für den Bus von klein auf.

Finn Peters ist Praktikant im Marketing bei der EvoBus GmbH in Kirchheim unter Teck. Im Interview erzählt er mir, woher seine Leidenschaft für den Bus kommt und wie er das Praktikum bei EvoBus erlebt hat.

Yves-André Mahler: Finn, Du bist hier im Praktikum als Norddeutscher ein echter Exot. Was hat Dich hierher ins Schwabenland gebracht?

Finn Peters: Meine Eltern betreiben bei uns in Neumünster (Anm. d. Red.: Für alle Süddeutschen wie mich, die das nicht kennen: es liegt zwischen Kiel und Hamburg.) ein Busunternehmen in der mittlerweile dritten Generation, das ich später mal übernehmen möchte. Der Bus als Verkehrsmittel und vor allem die Marken Mercedes-Benz und Setra, die wir selbst in unserem Fuhrpark am liebsten haben, haben mich daher schon sehr früh fasziniert. Über einen Freund kam ich auf die Idee, bei Daimler nach einem Praktikum zu suchen, entdeckte aber dann über das Career-Portal die spannende Stelle bei EvoBus hier im Marketing. Da war für mich klar: Das will ich machen!

 

 

Yves-André Mahler: War es denn für Dich von Anfang an klar, dass Du das familieneigene Unternehmen fortführen möchtest? Häufig fühlen sich junge Unternehmerkinder unter Druck gesetzt und empfinden die Fortführung des Unternehmens eher als Bürde denn als Freude.

Finn Peters: Da hast Du vollkommen Recht! Ich hatte allerdings von Anfang an das Glück, dass meine Eltern mich da nie hineingedrängt haben. Im Gegenteil sogar – sie haben stets gesagt „Geh deinen eigenen Weg“. Ein mittelständisches Busunternehmen zu führen ist schließlich keine leichte Aufgabe. Im Nachhinein bin ich meinen Eltern dafür sehr dankbar.

Yves-André Mahler: Wie kam es dann, dass Du dich trotzdem dazu entschlossen hast?

Finn Peters: Nachdem meine Kindheit auf dem Land total unbeschwert war und ich eigentlich viel mehr Fußball und vor allem den HSV im Kopf hatte als Busse, kam das Interesse mit zunehmenden Alter doch von ganz alleine. Nach und nach interessierte ich mich einfach immer mehr für das elterliche Unternehmen, schließlich ist das Wohnhaus meiner Großmutter lange Zeit direkt neben dem Betriebshof gewesen, wo sich auch heute noch ein Büro von uns befindet. Zudem kenne ich alle der über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Unternehmen schon von klein auf. Da war es nicht schwer, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren.

Yves-André Mahler: Ich weiß von Dir, dass Du sogar einen Busführerschein besitzt und diesen direkt mit 21 Jahren (gesetzliches Mindestalter in Deutschland) gemacht hast. War das auch ein Zeichen in Richtung Familie und Mitarbeiter, dass Du unbedingt auch im Familien-Unternehmen mitarbeiten möchtest?

Finn Peters: Definitiv! Klar hatte ich ohnehin großes Interesse daran, selbst Bus zu fahren. Busfahren macht mir enorm viel Spaß und gerade das Rangieren aber auch das Fahren durch schmale Straßen ist jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung. Dennoch wollte ich auch einfach beweisen, dass ich das Busgeschäft von Grund auf lernen und beherrschen möchte und mich nicht allein auf mein im BWL-Studium erlerntes Wissen verlassen.

Yves-André Mahler: Jetzt aber mal zu Deinem Praktikum bei EvoBus. Was gefällt Dir daran besonders gut?

Finn Peters: Die Besonderheit an meinem Praktikum ist, dass ich parallel in zwei Teams bin. Zum einen arbeite ich in der externen Kommunikation der Marke Setra, zum anderen bin ich im Team „Integrationsmanagement, Internationale Messen und Marketingplanung“ tätig. In der externen Kommunikation bei Setra war ich vor allem für das Online-Marketing zuständig. Im anderen Team ging es rund um das Thema Vor- und Nachbereitung der Busmessen. Ein großes Highlight dabei war natürlich die Busworld in Kortrijk, Europas größte Busmesse, wo ich zehn Tage selbst vor Ort am Messestand war und bei der Realisierung des Messeauftritts mitgeholfen habe.

Yves-André Mahler: Waren Dir während Deines Praktikums Kenntnisse aus dem elterlichen Unternehmen eigentlich von Vorteil?

Finn Peters: Auf jeden Fall! Ich verantworte bei uns im Unternehmen bereits den Onlineauftritt und gerade auf der Messe in Kortrijk hat es mir sehr geholfen, dass ich die Sichtweise des Kunden natürlich kenne und auch unsere eigene Hausmesse moderiere. Andererseits konnte ich während meines Praktikums in beiden Abteilungen viele wertvolle Erfahrungen sammeln. Insgesamt empfinde ich die Lernkurve als sehr steil bei EvoBus. Man wird als Praktikant sehr schnell in die Verantwortung genommen, das gefiel mir gut. Und vor allem die Daimler-Konzernwelt kennenzulernen, hat mir natürlich sehr imponiert.

Yves-André Mahler: Wie geht es jetzt nach dem Praktikum für Dich weiter?

Finn Peters: Zunächst einmal werde ich die übrigen Semesterferien bei uns zu Hause ein paar Wochen Linie im Stadtverkehr fahren, um noch mehr Praxis zu sammeln. Das kam bisher viel zu kurz. Im Anschluss werde ich dann mein BWL-Studium in Göttingen fortsetzen. Im Sommer ist dann noch eine Reise an das Nordkap geplant, die ich zusammen mit einem unserer erfahrenen Fahrer organisiere und schließlich selbst hinterm Steuer sitzen werde.

Yves-André Mahler: Finn, vielen Dank für das interessante Interview!

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