Jan Niklas Rotzek

Das große Ganze stets im Blick

Bewaffnet mit Smartphones und Fitnessarmbändern analysieren viele junge Leute heutzutage akribisch ihre Ernährung, ihre Bewegungen und ihren Schlaf. Dieser übertriebene Hang zur Selbstoptimierung kommt mir spontan in den Sinn, als mir Jan Niklas Rotzek erzählt, dass es seine tagtägliche Aufgabe ist, „zu optimieren“. Aber diese negativen Gedanken wische ich schnell bei Seite – denn mit Jan Niklas will ich über eine andere, eine sehr wichtige Art der Optimierung sprechen – nämlich die unseres Energieverbrauchs.

Jan Niklas Rotzek ist Doktorand bei der EvoBus GmbH im Werk Mannheim und promoviert über die „strategische Bedeutung industrieller Energieeffizienz.“ „Endlich mal ein Promotionsthema, das man auf Anhieb versteht“, denke ich mir. Und so weiß Jan Niklas auch, wie man komplizierte technische Prozesse einfach erklärt. Man merkt sofort: Für ihn ist das Thema Energieeffizienz keine leere Worthülse, sondern eine echte Herzensangelegenheit. Das bestätigt mir auch einer seiner Kollegen, den ich zufällig in seinem Büro treffe: „Jan Niklas brennt für das Thema Energiemanagement und ist eine echte Bereicherung für das Team.“

Das hat Jan Niklas bereits mehrmals unter Beweis gestellt. So fiel ihm auf, dass der geplante Beleuchtungsbetrieb im Rohbau des Mannheimer Werks Unregelmäßigkeiten aufwies: Allabendlich wurde die heruntergefahrene Beleuchtung noch einmal komplett hochgefahren – und das kostete eine Menge Energie. Jan Niklas ging der Sache auf den Grund und fand heraus, dass ein Gabelstaplerfahrer jede Nacht nach Werksschluss noch eine Lieferung brachte. Er reagierte prompt und organisierte mit dem Fachbereich eine kontrollierte Steuerung der Beleuchtung, die nur an den dafür benötigten Wegen ausgeleuchtet ist. Das spart Kosten und Ressourcen.

Einen Weg zu finden, eine Aufgabe zu lösen sowie eigenständig an Themen heranzugehen und diese aufzugreifen, sind Eigenschaften, die Jan Niklas Rotzek auszeichnen. Sein Kollege betont darüber hinaus auch seine hohe Sozialkompetenz und seine Zuverlässigkeit: „Jan Niklas ist einer, auf den man sich verlassen kann und mit dem man gerne zusammenarbeitet.“ Nicht zuletzt wegen seines Humors. „Ich kann auch sehr gut über mich selbst lachen“, bemerkt Jan Niklas selbst mit einem Grinsen im Gesicht.

Der Energieverbrauch im Mannheimer Rohbau ist nur eines von vielen Beispielen im Produktionsverbund der EvoBus GmbH, das aufzeigt, was unsere Kollegen vom Energiemanagement leisten und wie sie unsere Produktion nachhaltiger gestalten. Auch wenn Jan Niklas mir noch stundenlang davon erzählen könnte, will ich nun erfahren, was für eine Rolle Nachhaltigkeit für ihn privat spielt.

„Nachhaltigkeit ist mir sehr wichtig und bedeutet für mich, als Gesellschaft so zu handeln, dass auch zukünftige Generationen gut leben können.“ Daher versucht er auch abseits des beruflichen Alltags nach diesem Prinzip zu handeln. „Ich versuche, soweit es geht, Sharing-Economy zu realisieren, z. B. nutze ich gerne Mitfahrgelegenheiten.“ Beim Einkaufen achtet er auf Regionalität und die Einhaltung ethischer Standards. Generell macht Jan Niklas auf mich den Eindruck, als sei er jemand mit festen Werten und Überzeugungen, der stets das große Ganze im Blick hat.

Nicht nur im Beruflichen, sondern auch im Privaten mag Jan Niklas keine halben Sachen. Was er angeht, verfolgt er mit hohen Ansprüchen an sich selbst. So geht der sportliche und locker wirkende Typ sehr gerne laufen und hat schon den einen oder anderen Marathon erfolgreich hinter sich gebracht. „Ich mag am Laufen, dass man ständig am Ball bleiben muss. Anders funktioniert es nicht.“ Selbstdisziplin, Ehrgeiz und ein innerer Antrieb, das Beste aus sich herauszuholen, klingen für mich aus seinen Worten hervor. Drei bis fünf Mal die Woche zieht er in der Regel die Laufschuhe an. „Manchmal aber auch gar nicht,“ wie er eingesteht. 
Auch sonst ist der gebürtige Niedersachse, der im thüringischen Saale-Holzland-Kreis großgeworden ist, keiner, der nur auf der Couch sitzt. „Ich bin in meiner Freizeit sehr aktiv. Samstags gehe ich meistens trainieren, mache einen Ausflug oder treffe mich mit Freunden. Nur sonntags ist es meist ein wenig ruhiger.“

In Mannheim seiner Wahlheimat, fühlt er sich mittlerweile auch richtig wohl. „Ich wohne mitten in den Quadraten. Dort verstehe ich mich mit den anderen Leuten im Haus sehr gut. Es gibt einen Hof und ein Atelier, wo wir uns unsere kleine Insel der Ruhe geschaffen haben.“ Dennoch gehört auch die Pendelei zu seinem Alltag – so zum Beispiel nach Dresden, wo die Betreuerin seiner Doktorarbeit sitzt oder zu Eltern und Freuden. Heimat ist für ihn aber nicht mit einem bestimmten Ort verbunden: „Heimat ist da, wo mein Herz hängt und meine Freunde sind. Das ist kein konkreter Ort, sondern eher ein Gefühl. Man muss das Gefühl haben, dorthin zu gehören“, schildert er mir. Sich an verschiedene Umgebungen anzupassen, hat Jan Niklas Rotzek schon während seiner Kindheit und Jugend gelernt. Mit seinen Eltern ist er immer viel gereist und auch einige Male umgezogen. Dadurch hat er früh gelernt, offen auf Menschen zuzugehen und schnell neue Bekanntschaften zu schließen.    

In seiner Kindheit wollte Jan Niklas immer Postbeamter und später Berufsmusiker werden, erzählt er mir. Das Leben als Beamter wäre dem Wirtschaftsingenieur heute aber zu starr, denn festgefahrene Strukturen mag er nicht. Die Musik war und ist dagegen immer noch eine seiner großen Leidenschaften. In seiner Jugend spielte Jan Niklas Kontrabass, heute E-Bass. „Allerdings sehe ich meine berufliche Zukunft mittlerweile eher in einem Wirtschaftsunternehmen als in einer Rockband“, fügt er lachend hinzu.


Bereut hat Jan Niklas seinen beruflichen Werdegang nie. Sein Job bei EvoBus und die Promotion machen ihm merklich Spaß. Es imponiert mir, mit welcher Passion er an das Thema Energiemanagement herangeht und ich bin froh, zu wissen, dass so umsichtige und begeisterte Menschen wie Jan Niklas Rotzek bei EvoBus mitarbeiten und sich dafür einsetzen, unsere Produktion nachhaltiger zu gestalten.

 

 

Text: Yves-André Mahler 

Fotografie: Jens Arnold, Jonathan Wagner

Produktionsverantwortung bei Daimler Buses

"Für die Umwelt bringen wir unsere Busse umweltfreundlich und  ressourcenbewusst auf die Straße.“ – unter diesem Slogan steht die Produktionsverantwortung. Doch was bedeutet das eigentlich konkret? Produktionsverantwortung zu übernehmen heißt für uns bei Daimler Buses: Wir investieren in umweltschonende Produktions- und Verfahrenstechnik. Über die Zertifizierung der Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001 hinaus beteiligen sich die deutschen Produktionsstandorte in Neu-Ulm und Mannheim freiwillig am europäischen Öko-Audit-System (EMAS). Die Verbesserung der Energieeffizienz hat einen besonderen Stellenwert, an der Jan Niklas Rotzek durch sein Aufgabengebiet im Energiemanagement des Standorts Mannheim mitarbeitet.

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