Mercedes-Benz Citaro LE vereint individuelle Technik mit individuellem Design

Es gibt viele Kreativlösungen für einen modernen Linienverkehr, für die der Mercedes-Benz Stadtbus Citaro bereits als Basis diente. Ob Prinzregent-Luitpold-Ausstattung, Aquarium-Ambiente oder I-Bus-Optik im schicken Apple-Design: Dem Ideenreichtum der Betreiber öffentlicher Linienverkehre sind keine Grenzen gesetzt. Die Auslieferung eines Citaro Low Entry (LE) am 14. September 2016 an den Omnibusbetrieb Happacher KG setzt in Sachen Kreativität jedoch gänzlich neue Maßstäbe. Stephanie und Christian Happacher, Geschäftsführer des Omnibusbetriebs Happacher KG, nahmen das außergewöhnlich ausgestattete Fahrzeug von Christian Fambach, Verkaufsleiter Mercedes-Benz Omnibusse Region Süd, auf dem Betriebshof in Neutraubling entgegen.

Idee trifft Macher

„Unser aller Ziel ist doch, den Nahverkehr so attraktiv wie möglich zu gestal­ten. Der Omnibus ist eines der modernsten öffentlichen Verkehrsmittel. Wir wollen mit der Umsetzung unserer Ideen zeigen, dass dem Omnibusverkehr heute schon die Zukunft gehört“, sagt Christian Happacher. Der Omnibus­betrieb geht dabei weit über die übliche „Frischzellenkur“, beispielsweise durch auffällige Beklebung oder Polsterstoffe, hinaus. Happacher verbindet einen hohen technischen Ausstattungsanspruch und sicherheitsrelevante Lösungen mit innovativen Designideen.
Christian Fambach: „Ich denke, es ist der erste Citaro dieser Art, der unter­schiedliche Designelemente so geballt mit innovativer Technik paart. Toll, dass ein Verkehrsbetrieb von sich aus bereit ist, so viel in die Attraktivierung seiner Linien zu investieren.“ Dass es sich bei diesem Citaro LE um ein besonderes Fahrzeug handelt, wird dem Betrachter bereits aus der Frontperspektive be­wusst. Die Vorbaublende beschreibt eine Kreisbahn. Weit nach unten gezogen erinnert die Front so an das Gesicht einer Metro-Bahn. Diesen Gedanken fortgeführt, hat der Verkehrsbetrieb im Dachbereich zusätzlich auf das Tram-Designpaket gesetzt. Die Fahrzeuglinie wird nach oben gezogen und wirkt, ähnlich einer Metro, wie aus einem Guss. Unterhalb der Trittstufen an Tür 1 und Tür 2 leuchten LEDs das Umfeld bei Dunkelheit aus. Die Trittstufen in den niederflurigen Fahrzeuginnenraum selbst werden zusätzlich mit einer Einstiegsmarkierung in blauem LED-Licht beleuchtet.
Im Innern fallen sofort die farblich unkonventionell angeordneten Sitze auf. Türkis, rot, grün und dunkelgrau gepolstert entsteht mitsamt den in signalgelb gehaltenen Haltestangen ein lebendig frischer Gesamteindruck. Wer den Blick zur Decke hebt, schaut direkt in weiße Wolken und einen blauen Himmel. Die Mitteldecke ist vollflächig mit diesem „himmlischen“ Motiv beklebt und unter­streicht den luftigen Eindruck des Innenraums. Eines der Highlights ist das Glaselement im Bereich des Stehperrons. In die Seitenwand integriert, gewährt es dem stehenden oder sitzenden Fahrgast einen ungehinderten Panorama­blick nach draußen.

 

 

Das Beleuchtungskonzept des Citaro LE ist ebenfalls außergewöhnlich und kommt der passiven Sicherheit zugute. Wird eine Tür geöffnet, schalten sich die Leuchtbänder der Innendecke in der Umgebung dieser Tür ein. Zusätzlich schaltet sich für eine optimale Umfeldbeleuchtung an Tür 1 eine leistungsver­stärkte LED-Leuchte zu. Für ein stimmungsvolles Ambiente-Licht sind sechs zwischen den Fenstersäulen angeordnete chromfarbene „Fackelleuchten“ verantwortlich. Die Trittstufe ins hintere Wagenheck wird zudem mit einem orangefarbenen LED-Streifen beleuchtet.
Eine weitere Sicherheitseinrichtung stellt die Videoüberwachung dar, bei der mehrere im Fahrzeug verteilte Kameras Bilder vom Innenraum auf einem Monitor am Fahrerarbeitsplatz wiedergegeben und auf einen Rekorder aufzeichnen.

Cool soll cool bleiben

Der Citaro LE verfügt über zwei getrennte Klimaanlagen: Für den Fahrer­arbeitsplatz und für den Fahrgastraum. Damit die gekühlte Luft jedoch nicht bei jedem Türöffnungsvorgang wieder entweicht, hat Happacher auf moderne Torluftschleiertechnik gesetzt. Ursprünglich entwickelt für heiße Länder, bläst ein über den Türen angebrachter Ventilator die Luft zielgerichtet und mit hoher Geschwindigkeit senkrecht nach unten. So bildet sich ein Luftvorhang, der den Austausch der Innenraumluft mit der Außenluft verhindert, quasi ein „Klimatrenner“.
Das funktioniert sowohl an heißen Tagen wie auch an kalten Tagen, an denen die warme Luft nicht nach außen kann.

Coole Sache: Die Torluftschleier über den Einstiegen vermeiden den Austausch der Innenraumluft mit der Außenluft, so bleibt es auch im Sommer trotz vieler Türbewegungen angenehm kühl im Fahrzeug.

Über den Omnibusbetrieb Happacher

Der Omnibusbetrieb Happacher wurde bereits 1931 in der Nähe von Augsburg gegründet. Ein Lkw diente damals als Transport- und Beförderungsmittel für Waren und Fahrgäste zugleich, üblich für die damalige Zeit, in der sich Omni­buskonstruktionen dem gleichen Rahmen und mitunter auch dem gleichen Aufbau bedienten wie Lkw. Doch schon fünf Jahre später beschaffte das noch junge Unternehmen einen richtigen Omnibus für die Bewältigung der ersten Linien- und Ausflugsaufgaben in Augsburg und Regensburg. Den heutigen Firmensitz in Neutraubling, unweit von Regensburg, bezog Happacher 1960.

Happacher Reisen bedient zu 75 Prozent Linien- und zu 25 Prozent Reiseverkehr. Der Fuhrpark besteht aus 100 Prozent EvoBus-Produkten. Der neue Mercedes-Benz Citaro LE wird seinen Dienst auf den RVV-Linien in Regensburg verrichten.

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